Unsere Rebberge werden digital überwacht – mit Sensoren.

Moderne Sensortechnik liefert wertvolle Klimadaten direkt auf Höhe der Rebruten und unterstützt unseren biologischen Weinbau auf der Schleipfen in Strengelbach.

Für die Entwicklung unserer Reben und die Qualität unserer Trauben spielen neben der Bodenbeschaffenheit, der Hanglage und der Sonneneinstrahlung auch die klimatischen Bedingungen eine entscheidende Rolle. Um das Mikroklima unserer Rebberge noch besser kennenzulernen, setzen wir auf moderne Messtechnik: Sensoren erfassen laufend wichtige Klimadaten an unterschiedlichen Standorten in unseren Rebbergen.

Klimamessungen direkt bei den Reben.

Unsere Sensoren sind an den Rebpfählen auf Höhe der Rebruten angebracht. Damit messen wir die klimatischen Bedingungen unmittelbar dort, wo sich die Reben entwickeln.

Die Sensoren erfassen insbesondere:

  • Temperatur: Zur Beobachtung von Tages- und Nachttemperaturen sowie möglichen Frostereignissen.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: Zur Erkennung längerer Feuchtigkeitsperioden, die das Risiko von Pilzkrankheiten beeinflussen können.
  • Luftdruck: Als ergänzende Information zur Entwicklung der Wetterlage
  • Bewegungen.

Die Messwerte können wir jederzeit über eine Smartphone-App abrufen und als zeitliche Verläufe darstellen.

Bemerkenswerte Temperaturunterschiede.

Bereits unsere bisherigen Messungen zeigen, wie stark sich die Temperaturen innerhalb eines Tages verändern können. Ein aufgezeichneter Temperaturverlauf zeigt Werte von knapp unter 0 °C während der frühen Morgenstunden bis gegen 30 °C am Vorabend. Solche Unterschiede verdeutlichen, wie dynamisch die klimatischen Bedingungen in den Rebbergen sein können. Dabei berücksichtigen wir, dass direkte Sonneneinstrahlung auf die Sensoren die gemessenen Höchsttemperaturen beeinflussen kann. Besonders interessant ist für uns der Vergleich zwischen den verschiedenen Messstandorten. Durch die Hanglage können sich nachts unterschiedliche Temperaturverhältnisse entwickeln, beispielsweise wenn kühlere Luft in tiefer gelegene Bereiche abfliesst.

Frühzeitige Erkennung von Frostgefahren.

Gerade im Frühjahr, wenn die Reben austreiben, können bereits wenige Minusgrade zu Schäden an den jungen Trieben führen (2019 und 2024). Mit unseren Sensoren können wir den Temperaturverlauf direkt im Bereich der Rebenruten verfolgen und kritische Situationen frühzeitig erkennen. Die kontinuierlichen Messungen ermöglichen uns zudem, besonders frostgefährdete Bereiche innerhalb unserer Rebbergen besser zu identifizieren und gegebenenfalls mit Frostkerzen zu schützen.

Wertvolle Unterstützung für den biologischen Weinbau.

Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Längere Phasen mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit können in Verbindung mit weiteren Witterungsbedingungen die Entwicklung bestimmter Pilzkrankheiten begünstigen. Die Messdaten helfen uns, solche Situationen besser einzuschätzen und unsere Beobachtungen in den Rebbergen gezielter vorzunehmen. Die Sensoren ersetzen dabei weder die persönliche Kontrolle der Reben noch die fachliche Beurteilung des Krankheitsdrucks. Sie liefern jedoch zusätzliche Informationen für eine vorausschauende und nachhaltige Bewirtschaftung.

Tradition trifft moderne Technik.

Unsere Rebberge auf der Schleipfen in Strengelbach liegen auf 468 m ü. M. und sind nach Südwesten ausgerichtet.

Die Kombination aus Hanglage, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit und lokalem Klima prägt die Entwicklung unserer Rebsorten Zweigelt und Merlot.

Mit der digitalen Klimaüberwachung möchten wir diese Zusammenhänge über mehrere Jahre hinweg dokumentieren und besser verstehen.

Unser Ziel ist es, traditionellen biologischen Weinbau mit moderner Messtechnik zu verbinden – für gesunde Reben, hochwertige Trauben und charaktervolle Weine aus Strengelbach.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert